10 Jahre Karate Dojo Vulkaneifel e.V.

2011-11 LG1Auch im Vereinsleben wird man nur einmal 10: aus diesem Anlass bot der Dauner Karateverein nicht nur seinen traditionellen und mittlerweile 7.Bunkai-Jutsu-Lehrgang mit dem Selbstverteidigungsspezialisten Bernd Otterstätter (5.DAN) aus Hassloch an, sondern konnte auch den Kata-Landestrainer Marcus Gutzmer (5.DAN) aus Kaiserslautern als zweiten Referenten gewinnen.

Bereits am Freitagabend rückten an Stelle des regulären Trainings der Dauner Wettkampfgruppe 2 vereininterne Trainingseinheiten mit dem Landestrainer: Einmal für die Kleinen und einmal für die Großen.

In der Kindereinheit wusste Marcus Gutzmer die rund 40 hochmotivierten Kinder schnell zu begeistern und erarbeitete sich spielerisch, aber mit festem Ziel vor Augen, die gewünschten Bewegungsabläufe der zu trainierenden Kata. Für die meisten Kinder im Alter zwischen 5 und 10 Jahren war dies die erste Begegnung mit einem externen Trainer, aber es waren keinerlei Scheu oder Berührungsängste zu spüren, sondern pure Begeisterung.

2011-11 LGEbenso begeistern waren im Anschluss die Erwachsenen und die Oberstufe, die in gewohnter Manier gefordert wurden. Der Landestrainer baute auch hier zu erst auf die Basics des Kihon, bevor er dann die geübten Sequenzen zur Shotokan-Kata KANKU SHO zusammensetzen ließ.

Auch die erste Einheit des Samstags gehörte dem Kata-Spezialisten aus der Pfalz und den Kindern. Es war nicht verwunderlich, dass nahezu alle Kinder des Abendtrainings auch am Samstag um 09:00h wieder auf der Tatami standen, und alle trainierten ebenso motiviert und fleißig mit.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Volker Bernardy begann um 10:00 Uhr dann der SV-Teil unter der Leitung von Bernd Otterstätter.

Auch in diesem Jahr wich man nicht vom Grundsystem der zwei gemeinsamen und zwei getrennten Trainingseinheiten für die Unter- und Oberstufe ab, womit jeder also theoretisch mindestens 3 Einheiten mitnehmen konnte, die meisten jedoch alle 4 Einheiten mittrainierten.

Begonnen wurde mit Tegumi Renzoku Waza, Wiederholungsübungen die durch die hohe Anzahl der Wiederholungen pro Zeiteinheit gekennzeichnet sind und dazu dienen typische Verhaltensmuster und Prinzipien für die SV anzutrainieren.

Damit auch die ‚Kurzen’ nicht zu kurz kamen, folgte sodann SV für Kinder. Hier stand bei Bernd das Fördern des richtigen Verhaltens im täglichen Leben im Vordergrund, unterstützt von Stimmschulung durch Schreispiele und SV-Situationen mit Befreiungen und Davonlaufen.

Nach einer kurzen Mittagspause wandte man sich dann dem aus den Vorjahren bekannten 2-Personendrills zu, welche zum Erlernen verschiedener Reaktionen auf gewöhnliche Angriffe konzipiert sind. Auch hier stellen die hohen Wiederholungszahlen des Drill einen nicht unerheblichen Stressfaktor dar, den es durch ‚kontinuierliches Drillen’ zu Kontrollieren gilt.

Bernd OtterstätterAnschließend vertiefte Marcus in seiner letzten Einheit des Tages nochmals die Kanku Sho, bevor Bernd den Abschluss mit einer besonderen Herausforderung geplant hatte: Stresstraining mit dem Bernd die Teilnehmer die erlernten Fähigkeiten nutzen lassen wollte. Um dies zu bewerkstelligen wurde der Körper des Übenden vor den Angriffen bspw. durch Drehen -und dem daraus folgendem Schwindel- in Stress versetzt, oder aber Fitnessübungen mehrmals mit maximaler Intensität ausgeführt. Ziel war es zu Erlernen auch Techniken einstecken zu können oder aber auch gegen mehrere Angreifer agieren zu können.

Im Anschluss an den Lehrgang ging es dann noch für 15 Karateka aus unserem Dojo weiter, denn die nächste Gürtelprüfung – und das unter den Augen von 3 Prüfern - stand auf dem Programm, darunter auch 3 Prüfungen zum „Meistergrad“.

Trotz des anstrengenden Lehrgangstages wurde auch diese Hürde überwunden und daher konnten alle dann ihre Prüfungsurkunden entgegennehmen.

Ein großes Dankeschön aller Teilnehmer geht an unsere beiden Referenten Bernd Otterstätter und Marcus Gutzmer, die für einen sehr abwechselungsreichen und somit interessanten Geburtstags-Lehrgang in Daun sorgten und an die angereisten Teilnehmer und auch an die vielen fleißigen Helfer des Dojo Vulkaneifel für die gute Organisation und die Sorge um das leibliche Wohl.

5.Kata-Bunkai Lehrgang in Daun

2011-03 LGAuch im Jahr des 10-jährigen Vereinsbestehens konnte das Dauner Karate Dojo Vulkaneifel e.V. wieder den Kata-Landestrainer Marcus Gutzmer (5.DAN) als Referenten für einen Tageslehrgang gewinnen. Rund 70 Interessierte aus dem ganzen Land füllten die Veranstaltung mit Leben.

Schwerpunkt des Lehrgangs in diesem Jahren waren die 3 Kata der Jion-Gruppe: JION, JITTE, JI'IN.

Aber zunächst kümmerte sich der Landestrainer um die Unterstufe, wobei hier die für die Gruppe sehr anspruchsvolle Kata TEKKI SHODAN auf dem Programm stand. Interessierte und aufmerksame Kinderaugen bestaunten die Erklärungen zu dieser Form, und in gewohnter Manier konnte Marcus auch den Jüngsten die ersten Schritte in dieser Kata nahe bringen.

Für die Oberstufe standen erst einmal die Basics der Jion-Gruppe auf dem Programm. War den meisten die Kata JION zumindest vom Ablauf her geläufig, sah es bei den beiden Schwester Katas dann etwas anders aus. Aber durch die Verwandtschaft der Kata und die Erläuterungen des Referenten konnte in der ersten Einheit die JITTE schließlich dem Ablauf nach gelaufen werden, bevor sie dann in der Anwendung mit dem Partner vertieft wurde.

2011-03 LG1Nach einer kurzen Pause folgte dann die Kobudo-Einheit, in dem der Landestrainer einmal mehr seine Vielseitigkeit zeigte. In verschiedenen Varianten lehrte er den Umfang mit dem Bo (Langstock) erst ohne und schließlich mit Partner, was den zahlreichen Teilnehmern sichtlich Spaß machte: da war es auch egal, dass bei dem einen oder anderen Kind der BO fast das Doppelte der Körpergröße maß :)

Im Folgenden widmete sich auch die Unterstufe der Kata JION, bevor sich dann die Oberstufe mit JITTE und JI'IN auseinandersetzte.

Die Kombination von mehreren Kata-Abläufen an einem Übungstag war ein gelungener Versuch, der den Teilnehmern gefiel, wenn gleich der Japaner sagt: “Hito kata, san-nen” also  jede Kata, drei Jahre; wobei sich das ja auf die Meisterschaft einer Kata bezieht.

Müde, aber zufriedene Gesichter verabschiedeten schließlich mit großem Applaus den Referenten aus Kaiserslautern, für den der Arbeitstag aber noch nicht zu Ende war. Klassischer Weise folgten im Anschluss die Kyu- und später die Dan-Prüfungen, bei denen jeder Prüfling überzeugen konnte.

(c) 2016 Karate Dojo Vulkaneifel e.V.